Versicherungsratings

Mittwoch, 29. Juli 2015

Fitch Ratings: R+V Lebensversicherung AG

Fitch stuft Finanzstärke der R+V Lebensversicherung AG auf 'AA' herauf; Ausblick stabil
 
Fitch Ratings, London/Frankfurt, 31. März 2015. Fitch Ratings hat das Finanzstärkerating (Insurer Financial Strength Rating, IFS) der R+V Lebensversicherung AG, der R+V Lebensversicherung a.G. und der Condor Lebensversicherungs-AG von ‚AA-‚ auf ‚AA‘ heraufgestuft. Der Ausblick aller Ratings ist stabil.
 

SCHLÜSSELFAKTOREN DER RATINGS

Die Heraufstufung der Ratings folgt der Heraufstufung der Ratings der Genossenschaftlichen Finanzgruppe (GFG, Emittentenausfallrating ‚AA-‘/stabil) und der DZ Bank AG (Emittentenausfallrating ‚AA-‘/stabil) vom 24. März 2015. Die DZ Bank ist 75%-Anteilseigner der R+V Versicherung AG, welche auch als Holding der R+V-Versicherungsgruppe agiert.
Fitch sieht die Zugehörigkeit der R+V zu DZ Bank AG und GFG als positiv an. Denn die Agentur geht davon aus, dass die R+V im Bedarfsfall unterstützt würde. Von einer Einzelbetrachtung der R+V-Gruppe ausgehend wurde diesem Umstand durch Hebung des Ratings um zwei Feinabstufungen Rechnung getragen.
Fitch sieht die R+V Lebensversicherung AG, die R+V Lebensversicherung a.G. und die Condor Lebensversicherungs-AG weiter als Kerngeschäft der R+V-Gruppe an, und die Ratings wurden der Ratingmethodik für Versicherungsgruppen entsprechend der Sicht der Agentur auf die R+V-Gruppe als Ganzes angeglichen.
Die Ratings spiegeln die starke Kapitalausstattung, die starke Marktstellung sowie die solide operative Performance wider. Dem stehen das auf Deutschland ausgerichtete Geschäft sowie die moderate versicherungstechnische Ertragslage in der Schaden-/Unfallversicherung gegenüber.
Fitch sieht die Kapitalausstattung der R+V-Gruppe als sehr stark an, und es wird erwartet, dass diese 2015 beibehalten wird. Im Faktor-basierten Kapitalmodell Prism FBM der Agentur erzielt die R+V-Gruppe auf Basis des Jahresabschluss 2013 einen sehr starken Score, der nach Erwartung von Fitch zum Jahresende 2014 ebenfalls erzielt worden sein wird und auch Ende 2015 weiter Bestand haben wird.
Fitch erwartet, dass alle drei Gesellschaften ihre starke operative Performance 2014 beibehalten haben und die freien Rückstellungen für die Beitragsrückgewähr, Kosten- und Stornoquoten weiter besser als der Marktdurchschnitt ausgefallen sind. Die Aktienquoten der Kapitalanlagen aller drei Unternehmen mit einem Rating lagen zum Jahresende 2013 über dem Marktschnitt von 3,3%. Die Agentur sieht das höhere Aktienengagement bei der sehr starken Kapitalausstattung der Gruppe nicht als besonderes Risiko an.
In der Erstversicherung betreibt die R+V-Versicherungsgruppe ihr Geschäft in erster Linie in Deutschland. Die Netto-Schaden-/Kostenquote in der Schaden-/Unfallversicherung belief sich 2013 auf 103,9% und war damit schwächer als der Marktdurchschnitt von 99,2%. Fitch erwartet für 2014 eine deutliche Verbesserung der Netto-Schaden-/Kostenquote sowie eine stabile Entwicklung für 2015.
Die R+V Lebensversicherung AG ist der wesentliche Lebensversicherer der Gruppe, während die Condor Lebensversicherungs-AG auf den Maklervertrieb für das Lebensversicherungsgeschäft und die R+V Lebensversicherung a.G. auf Produkte für die gehobene Klientel sowie betriebliche Altersvorsorge spezialisiert ist. Gemessen an den Prämieneinnahmen 2013 ist die R+V Lebensversicherung AG der zweitgrößte deutsche Lebensversicherer.
Die R+V gehört zu den fünf größten Erstversicherungsgruppen in Deutschland. Die DZ Bank ist die größte Zentralbank innerhalb der GFG.

RATINGSENSITIVITÄTEN

Maßgeblich für eine Herabstufung der Ratings sind eine Herabstufung der Ratings der DZ Bank AG und der GFG sowie eine Veränderung der strategischen Bedeutung der R+V für DZ Bank AG und GFG, eine Veränderung des strategischen Status der Versicherer als Kernbestandteil der R+V-Gruppe. Außerdem könnte eine erhebliche Verschlechterung der Einzelbewertung der R+V-Gruppe, wie zum Beispiel ein Rückgang des Prism FBM Scores auf „angemessen“, zu einer Herabstufung führen.
Maßgeblich für eine Heraufstufung der Ratings ist eine Heraufstufung der Ratings der DZ Bank AG und der GFG bei Beibehaltung der strategischen Bedeutung  der Versicherer innerhalb der R+V sowie der R+V-Gruppe für DZ Bank AG und GFG. Aufgrund der erst kürzlich getätigten Heraufstufung sieht Fitch eine weitere Heraufstufung kurz- bis mittelfristig als unwahrscheinlich an.

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Dr. Christoph Schmitt
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Dienstag, 28. Juli 2015

Fitch Ratings: LV 1871

Fitch bestätigt 'A+'Finanzstärkerating der LV 1871; Ausblick stabil

Fitch Ratings, London/Frankfurt, 10. März 2015: Fitch Ratings hat das ‘A+’-Finanzstärkerating (Insurer Financial Strength, IFS-Rating) der Lebensversicherung von 1871 a. G. München (LV 1871) bestätigt. Der Ausblick des Ratings ist stabil.

SCHLÜSSELFAKTOREN DES RATINGS

Das Rating reflektiert die starke Marktposition in der Berufsunfähigkeitsversicherung sowie die starke Kapitalausstattung. Fitchs Sicht auf die Kapitalausstattung stützt sich sowohl auf die aufsichtsrechtliche Solvenzquote als auch auf die risikobasierte Analyse der Agentur. Dem stehen die relativ hohe Kennzahl für risikobehaftete Anlagen, das aktuell schwierige operative Umfeld in der Lebensversicherung und die relativ kleine Größe des Unternehmens, die sich einschränkend auf die Diversifikation auswirkt, gegenüber.

Die LV 1871 hält eine Top-10-Stellung im Geschäft mit der Berufsunfähigkeitsversicherung inne. Wegen des hohen Anteils an Berufsunfähigkeitsversicherung in ihren Büchern, ist die LV 1871 in einer guten Ausgangslage, die Folgen aus den niedrigen Zinsen abzumildern. Denn die Risikoerträge der LV 1871 aus dem Berufsunfähigkeitsgeschäft würden die Bedienung des Rechnungszinses des traditionellen Geschäfts unterstützen, was Fitch als positiv ansieht.

Auf Basis des Jahresabschlusses 2013 erzielte die LV 1871  im agentureigenen Kapitalmodell Prism FBM ein „sehr starkes“ Ergebnis. Fitch erwartet, dass die LV 1871 dieses Ergebnis zum Jahresende 2014 bestätigt. Die aufsichtsrechtliche Solvenzquote der LV 1871-Gruppe lag zum Jahresende 2013 bei 175% und die Agentur erwartet eine stabile Entwicklung zum Jahresende 2014. Die Solvenzquote unterstützt die Sicht der Agentur auf die Kapitalausstattung der LV 1871.
 
Fitchs Kennzahl für risikobehaftete Anlagen lag zum Jahresende 2013 bei 130%, welche Fitch für das vergebene Rating als hoch ansieht. Diese Kennzahl bemisst das Verhältnis zwischen riskanten Kapitalanlagen (Aktien, Hochzinsanleihen und Beteiligungen) und Eigenmitteln (ohne Bewertungsreserven). Allerdings verblieb die Summe aus solchen Investments zum Jahresende 2013 bei 9,4% der Kapitalanlagen. Fitch erwartet, dass es keinen wesentlichen Anstieg dieser Kennzahl zum Jahresende 2014 gegeben hat.

Wir erwarten, dass die Nettoverzinsung 2014 unverändert bei 4,4% gelegen hat, und damit weiter unter dem Marktschnitt (2013: 4,7%) verblieben ist. Fitch erwartet für den deutschen Lebensversicherungsmarkt eine gegenüber dem Vorjahr nahezu unveränderte Nettoverzinsung, weil die Versicherer wahrscheinlich auch 2014 weiter Bewertungsreserven aus den festverzinslichen Kapitalanlagen zur Finanzierung der Kosten für die Zinszusatzreserve realisiert haben.

Der Kapitalertrag war 2014 mehr als ausreichend, um den Garantiezins und die Aufwendungen für die Zinszusatzreserve zu bedienen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat die LV 1871 bei festverzinslichen Anlagen einen Wiederanlagezins erzielt, der auf dem Niveau des durchschnittlichen Garantiezinses liegt.

Die LV 1871 ist ein in München ansässiger Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit. Sie hält 100% an den Versicherern LV 1871 Private Assurance AG, LV 1871 Pensionsfonds AG, Delta Direkt Lebensversicherung AG und TRIAS Versicherung AG. Die konsolidierte Gruppe erzielte nach vorläufigen Daten 2014 Beitragseinnahmen von 826 Mio. Euro. Der Lebensversicherer vertreibt seine Produkte über ca. 9.200 Vertriebsbeziehungen mit Maklern, Mehrfirmenvertretern und Bankpartnern.

RATING SENSITIVITÄTEN

Schlüsselfaktoren, die zu einer Herabstufung des Ratings führen könnten, umfassen eine auf über 150% gestiegene Kennzahl für risikobehaftete Anlagen, eine deutlich verschlechterte Wettbewerbsposition in der Berufsunfähigkeitsversicherung, sowie ein voraussichtlich anhaltend nur noch „starkes“ Resultat im Prism FBM Kapitalmodell.

Fitch sieht eine Heraufstufung des Ratings aufgrund der relativ kleinen Größe und begrenzten Diversifikation und der daraus folgenden Anfälligkeit bezüglich externer Verwerfungen kurzfristig als unwahrscheinlich an.


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Montag, 27. Juli 2015

Fitch Rating: Stuttgarter Leben

Fitch bestätigt 'A+'-Finanzstärkerating der Stuttgarter Leben - Ausblick stabil

Fitch Ratings-Frankfurt-05. March 2015: Fitch Ratings hat das ‘A+’-Finanzstärkerating (Insurer Financial Strength, IFS) der Stuttgarter Lebensversicherung a.G. (Die Stuttgarter) bestätigt. Der Ausblick des Ratings bleibt stabil.

SCHLÜSSELFAKTOREN DER RATINGS

Die Bestätigung des Ratings spiegelt die sehr starke Kapitalausstattung der Stuttgarter, ihre starke Profitabilität und die Diversifikation ihrer Einkünfte durch ihre Tochterunternehmen sowie die starke Position des Unternehmens im deutschen Maklergeschäft wider. Das Rating ist durch die relativ geringe Unternehmensgröße der Stuttgarter limitiert.

Auf Grundlage von Fitch’s PrismFBM Kapitalmodell, sieht die Agentur die Kapitalausstattung der Stuttgarter als „sehr stark“ an. Darüber hinaus erzielte die Stuttgarter zum Jahresende 2013 eine Solvabilitätsquote von 237% und Fitch erwartet, dass die Stuttgarter auch 2014 eine starke Solvabilitätsquote von über 220% erreicht hat. Die Qualität der Kapitalausstattung der Stuttgarter profitiert ferner davon, dass das Unternehmen keine Verschuldung aufweist.

Die Stuttgarter hat eine starke Position im deutschen Maklergeschäft. Durch den Fokus auf diesen Vertriebsweg und da die Stuttgarter ausschließlich in Deutschland aktiv ist, ist sie besonders dem Risiko von ökonomischen und regulatorischen Änderungen ausgesetzt. Fitch sieht es als positiv an, dass die Stuttgarter gut auf die Herausforderungen, welche sich aus dem am 1. Januar 2015 in Kraft getretenen Lebensversicherungsreformgesetz (LVRG) ergeben haben, vorbereitet war. Obwohl 2014 in Bezug auf das Neugeschäft ein erfolgreiches Jahr für die Stuttgarter war und Fitch von einem Anstieg der Beitragssumme des Neugeschäfts von etwa 10% ausgeht, erwartet die Agentur einen leichten Rückgang der gebuchten Bruttoprämien. Dies spiegelt die Entscheidung der Stuttgarter wider, sich verstärkt auf laufendes Beitragsgeschäft zu konzentrieren.

Fitch erwartet, dass sich die Nettoverzinsung der Stuttgarter 2014 auf etwa 5% verbessert hat (2013:4,8%). Die Verbesserung wurde zum gewissen Teil durch die Realisierung von Kapitalgewinnen unterstützt. Nichtsdestotrotz verfügt die Stuttgarter weiter über hohe Bewertungsreserven. Nach Einschätzung von Fitch betrugen sie zum Jahresende 2014 mehr als 17% der Kapitalanlagen des Unternehmens (2013: 11%). Die Bewertungsreserven sind gut auf verschiedene Anlageklassen verteilt, was Fitch als positiv ansieht.

Die Aktienexposition der Stuttgarter ist weiter hoch mit 9,1% der Kapitalanlagen zum Jahresende 2013, was deutlich über der Quote für den Markt von 3,3% lag. Fitch geht davon aus, dass sich die Aktienexposition zum Jahresende 2014 leicht verringert hat. Auf Grund der starken Kapitalausstattung und der stabilen Anlagestrategie der Stuttgarter erwartet Fitch, dass die Aktieninvestments der Stuttgarter auch 2015 über dem Marktdurchschnitt liegen werden. Folglich weist das Unternehmen eine größere Exponierung gegenüber Schocks an den Aktienmärkten auf als viele seiner Mitbewerber.
Die Stuttgarter ist ein Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit und ist die Konzernobergesellschaft der Stuttgarter Versicherungsgruppe, die aus mehreren operativen Risikoträgern besteht. Konsolidiert wies die Stuttgarter eine Bilanzsumme von etwa 6,5 Mrd. Euro zum Jahresende 2014 aus, vereinnahmte gebuchte Bruttobeiträge von mehr als 620 Mio. Euro aus der Lebensversicherung sowie mehr als 100 Mio. Euro aus der Schaden-/Unfallversicherung.

Die Stuttgarter Versicherungsgruppe erzielte 2013 trotz der gestiegenen Aufwendungen für die Zinszusatzreserve ein verbessertes Nettoergebnis von 10,4 Mio. Euro (2012: 3,5 Mio. Euro), was einer starken Eigenkapitalverzinsung von 10,6% entspricht. Fitch erwartet auch für 2014 eine weiter starke Profitabilität trotzt nochmals angestiegenen Aufwendungen für die Zinszusatzreserve. Die Ertragsstärke der Stuttgarter Versicherunggruppe profitiert auch von der Stuttgarter Versicherung AG (SVA), dem Schaden-/Unfallversicherer der Gruppe. SVA erzielte eine sehr starke Schaden-Kosten-Quote von 86,3% in 2013 und Fitch geht davon aus, dass sich die Quote sich 2014 verbessert hat.

RATINGSENSITIVITÄTEN

Auf Grund der aktuell relativ geringen Unternehmensgröße sieht Fitch eine Heraufstufung des Ratings mittelfristig als unwahrscheinlich an.

Ein Rückgang der Kapitalausstattung unter ein Niveau von „sehr stark“ in Fitchs PrismFBM Kapitalmodell und ein nachhaltiger Rückgang der Rentabilität ausgedrückt in einer Eigenkapitalrendite von weniger als 8% (auf konsolidierter Basis) über einen längeren Zeitraum, können zu einer Herabstufung führen.

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Freitag, 24. Juli 2015

Fitch Rating: Provinzial NordWest

Fitch bestätigt 'AA-'Finanzstärkeratings der Provinzial NordWest - Ausblick stabil

Fitch Ratings, London/Frankfurt, 06. März 2015: Fitch Ratings hat das ‘AA-’ Finanzstärkerating (Insurer Financial Strength, IFS) der Westfälischen Provinzial Versicherung AG (WPV) und der Provinzial NordWest Lebensversicherung AG (PNWL) bestätigt. Der Ausblick der Ratings ist stabil.

SCHLÜSSELFAKTOREN DER RATINGS

Die Ratings spiegeln Fitchs Sichtweise auf die WPV und PNWL als Kerngesellschaften der Provinzial NordWest Gruppe (PNW) wider, welche die Agentur wiederum als integralen Bestandteil der Sparkassen-Finanzgruppe (SFG, Emittentenausfallrating ‘A+’, Ausblick stabil) ansieht. Die Zugehörigkeit zur SFG wirkt sich zugunsten der Ratings der WPV und PNWL aus.

Auch ohne Berücksichtigung der SFG ist die PNW stark kapitalisiert, folgt guten Reservierungsstandards und verfügte in den vergangenen Jahren über eine fortlaufend  starke versicherungstechnische Ertragslage. Andererseits hat die PNW einen hohen Prämienanteil an Wohngebäudeversicherung in ihren Büchern, welcher zu wesentlichen Risiken aus Unwetterschäden führen kann, die allerdings durch einen angemessenen Rückversicherungsschutz deutlich gemindert werden. Außerdem führt das auf Nordwestdeutschland ausgerichtete Geschäft zu einer begrenzten geographischen Diversifikation sowie einem eingeschränkten Wachstumspotenzial.  

Die PNW besitzt in ihrem Vertriebsgebiet eine starke Marktstellung, die neben dem dichten Netz an eigenen Geschäftstellen vom Vertrieb ihrer Policen über die SFG gestützt wird. Auch der Verkauf von Einmalbeitragsgeschäft profitiert von der Zugehörigkeit zur SFG.

Fitch erwartet, dass die Nettoverzinsung der PNW 2014 bei rund 4% lag (2013: 4,2%) sowie einen weiter rückläufigen Trend für das laufende Geschäftsjahr, getrieben von den anhaltend niedrigen Zinsen. Wir erwarten, dass das Konzernergebnis der PNW 2014 niedriger als im Vorjahr ausfällt, aber über 100 Mio. Euro verbleibt (2013: 130 Mio. Euro). Für das laufende Jahr erwarten wir aufgrund der anhaltend niedrigen Zinsen ein leicht rückläufiges Ergebnis.
 
Die deutsche Schaden-/Unfallversicherungsbranche erlitt 2013 außergewöhnlich hohe, weit über dem langjährigen Mittel liegende Unwetter- und Flutschäden. Dieser Trend hat sich 2014 im Vertriebsgebiet der PNW fortgesetzt. Fitch erwartet, dass sich der Rückversicherungsschutz der PNW auch 2014 als angemessen erwiesen hat und die PNW einen kleinen versicherungstechnischen Ertrag in der Schaden-/Unfall-versicherung erzielt hat (2013: 22 Mio. Euro, vor Schwankungsrückstellung).

Die Netto-Schaden-/Kostenquote der WPV stieg 2014 voraussichtlich auf 97,7% an (2013: 92,2%), und war damit schlechter als die Netto-Schaden-/Kostenquote des Marktes. Fitch geht davon aus, dass die Branche das Jahr 2014 mit einer Netto-Schaden-/Kostenquote von 95% abgeschlossen hat (2013: 99,2%). Fitch erwartet, dass sich die Netto-Schaden-/Kostenquote im laufenden Geschäftsjahr deutlich verbessert, insofern Unwetter- und Flutschäden wieder dem langjährigen Mittel entsprechen.

Einmalbeiträge von 1,2 Mrd. Euro (2013: 0,5 Mrd. Euro) führten dazu, dass die Prämieneinnahmen der PNWL 2014 auf 2,1 Mrd. Euro (2013: 1,5 Mrd. Euro) gestiegen sind. Gemessen am APE (Annual Premium Equivalent, laufender Neubeitrag + 1/10 Einmalbeitrag) verzeichnete die PNWL einen Zuwachs im Neugeschäft von 67,3%.  

Die PNW wies zum Jahresende 2013 eine Bilanzsumme von 22,7 Mrd. Euro aus und erzielte 2013 Prämieneinnahmen von 3,2 Mrd. Euro. Zur PNW gehören ein Lebensversicherer und drei Schaden-/Unfallversicherer. Die WPV und PNWL sind die größten Einheiten.

RATINGSENSITIVITÄTEN

Weil Fitch PNWL und WPV als integralen Bestandteil der SFG ansieht, wird sich jede Veränderung des Ratings der SFG wahrscheinlich in den Ratings der Versicherer widerspiegeln.

Außerdem könnte eine Herabstufung der Ratings aufgrund einer aus Fitchs Ansicht geringeren Bedeutung der öffentlichen Versicherer in der SFG einerseits oder von WPV oder PNWL in der PNW andererseits angezeigt sein. Eine solche Veränderung wird kurz- bis mittelfristig als unwahrscheinlich angesehen, könnte aber, zum Beispiel, von einer stark rückläufigen Kapitalausstattung bei einem der Versicherer veranlasst werden.

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Dienstag, 3. März 2015

Fitch Ratings: DEVK (Rating vom 27.2.2015)

London/Frankfurt, 27. Februar 2015 – Fitch Ratings hat die 'A+'-Finanzstärkeratings (Insurer Financial Strength, IFS) der DEVK Deutsche Eisenbahn Versicherung Sach- und HUK-Versicherungsverein a.G. Betriebliche Sozialeinrichtung der Deutschen Bahn (DEVK SHUK) und der DEVK Deutsche Eisenbahn Versicherung Lebensversicherungsverein a.G. Betriebliche Sozialeinrichtung der Deutschen Bahn (DEVK Leben) bestätigt. Gleichzeitig sind auch die 'A+'-Finanzstärkeratings der DEVK-Tochtergesellschaften sowie das 'A-' -Finanzstärkerating der Echo Rückversicherungs-AG (Echo Re) bestätigt worden. Der Ausblick aller Ratings ist stabil. Eine vollständige Übersicht befindet sich unten.

SCHLÜSSELFAKTOREN DES RATINGS
Die Bestätigung der Ratings spiegelt die starke Kapitalausstattung der Gruppe wider sowie die hohen Reservierungsstandards des DEVK SHUK-Konzerns und die starke Marktstellung in der Kfz- und Hausratversicherung. Die versicherungstechnische Ertragslage der DEVK wird durch den starken Wettbewerb in der Kfz-Versicherung (Kfz) beständig unter Druck gesetzt. Allerdings ist die durchschnittliche Bestandsprämie des DEVK SHUK-Konzerns in Kfz seit 2010 wiederholt angestiegen und das versicherungstechnische Ergebnis in Kfz hat sich seit 2011 verbessert. Fitch erwartet, dass sich die Erholung auch 2015 fortsetzt. Die Bestätigung des Ratings der Echo Re spiegelt die Ansicht von Fitch wider, dass die Echo Re weiterhin ein „sehr wichtiger“ Bestandteil der Gruppe gemäß der Versicherungsratingmethodik der Agentur ist. Fitch erwartet, dass die Echo Re eine Schlüsselrolle für die DEVK in der Rückversicherung außerhalb Europas einnehmen und die geographische Diversifikation der DEVK verbessern wird. Fitch geht davon aus, dass sich die Echo Re eine nachhaltige Marktstellung in Asien und im Mittleren Osten aufgebaut hat. Als Ergebnis der „sehr wichtigen“ Einstufung profitiert das Rating der Echo Re von einer Anhebung um drei Feinabstufungen von der Einzelbetrachtung. Fitch sieht die Eigenmittelentwicklung des DEVK SHUK-Konzerns als stark an. Das Eigenkapital des DEVK SHUK-Konzern lag 2013 bei 1.545 Mio. Euro, und Fitch erwartet einen weiteren Anstieg von jeweils mehr als 50 Mio. Euro für 2014 und 2015. Fitch glaubt, dass der DEVK SHUK-Konzern über hinreichend hohe Reservierungsstandards verfügt, um den Wettbewerbsdruck im Kfz-Bereich ohne größere Einbußen im Geschäftsumfang sowie der Kapitalausstattung überstehen zu können. Allerdings wird die Entwicklung in Kfz maßgeblichen Einfluss auf die versicherungstechnische Ertragslage des DEVK SHUK-Konzerns nehmen; sie macht mehr als die Hälfte des Prämienvolumens der DEVK in der Schaden-/Unfallversicherung aus. Der DEVK SHUK-Konzern zählt zu den Top 10 der Kfz-Versicherer in Deutschland nach Prämieneinnahmen. Der deutsche Kfz-Versicherungsmarkt erzielte 2012 und 2013 ein Prämienwachstum von mehr als fünf Prozent. Fitch erwartet, dass sich der Trend steigender Prämien 2014 und 2015 fortsetzen wird. Die Nettoverzinsung des DEVK SHUK-Konzerns ist 2014 voraussichtlich leicht rückläufig gewesen, ist aber wohl über 4% verblieben (2013: 4,4%). Auch die Nettoverzinsungen der beiden Lebensversicherer sind 2014 voraussichtlich rückläufig gewesen, aber über 4% verblieben (2013: 5,3% und 4,7%), und liegen damit höchstwahrscheinlich unter dem Marktdurchschnitt (2013: 4,7%). Fitch erwartet für den deutschen Lebensversicherungsmarkt eine gegenüber dem Vorjahr nahezu unveränderte Nettoverzinsung, weil die Versicherer wohl 2014 weiter Bewertungsreserven aus den festverzinslichen Kapitalanlagen zur Finanzierung der Kosten für die Zinszusatzreserve realisiert haben. Fitch schätzt die Branchenaufwendungen für die Zinszusatzreserve im Vorjahr auf 8,5 Mrd. Euro. Die Prämieneinnahmen der Echo Re stiegen von 48,8 Mio. CHF im Geschäftsjahr 2013 auf 70,9 Mio. CHF im Geschäftsjahr 2014 an. Hohe Reservierungsstandards und das rasante Wachstum führten 2014 voraussichtlich zu einem Verlust von zwei bis drei Mio. CHF (2013: Gewinn von 1,2 Mio. CHF). Fitch erwartet, dass die Echo Re ihre Marktposition 2015 weiter ausbauen wird. Der DEVK SHUK-Konzern wies zum Jahresende 2013 eine Bilanzsumme von 10,2 Mrd. Euro aus und der DEVK Leben-Konzern eine von 5,6 Mrd. Euro. Die DEVK-Gruppe als Ganzes beschäftigte zum Jahresende 2013 rund 4.000 Mitarbeiter.

RATINGSENSITIVITÄTEN Schlüsselfaktoren, die zu einer Heraufstufung des Ratings führen könnten, sind unter anderem eine substanzielle Verbesserung der Marktstellung des DEVK-Lebensversicherungsgeschäftes, eine substanzielle Verbesserung der versicherungstechnischen Ertragslage im Schaden/Unfallgeschäft sowie Widerstandskraft gegen den Wettbewerbsdruck in Kfz. Allerdings sieht Fitch eine Heraufstufung der DEVK Ratings kurz- bis mittelfristig als unwahrscheinlich an. Schlüsselfaktoren, die zu einer Herabstufung der DEVK Ratings führen können, umfassen eine wesentliche Verschlechterung der Schadenrückstellungsstandards und/oder ein durch den Wettbewerb in Kfz verursachter erheblicher Rückgang der Kfz-Prämien. Der Schlüsselfaktor für eine Heraufstufung des Ratings der Echo Re ist, dass die Echo Re zu einem Kernbestandteil der DEVK nach Ansicht der Agentur würde, was Fitch aber kurz- bis mittelfristig als unwahrscheinlich ansieht. Schlüsselfaktoren für eine Herabstufung des Ratings der Echo Re umfassen eine geringere strategische Bedeutung der Gesellschaft aus Sicht von Fitch. Das könnte durch eine geringere Bedeutung der Echo Re innerhalb des Rückversicherungsgeschäftes des DEVK SHUK-Konzerns verursacht oder aber durch eine geringere Bedeutung des Rückversicherungsgeschäftes überhaupt für die Gruppe angezeigt sein. Das Finanzstärkerating Echo Re wurde mit 'A-' bestätigt, die der folgenden sieben operativen Einheiten mit 'A+'. Der Ausblick aller acht Einheiten ist stabil. DEVK Deutsche Eisenbahn Versicherung Sach- und HUK-Versicherungsverein a.G. Betriebliche Sozialeinrichtung der Deutschen Bahn DEVK Deutsche Eisenbahn Versicherung Lebensversicherungsverein a.G. Betriebliche Sozialeinrichtung der Deutschen Bahn DEVK Rückversicherungs- und Beteiligungs-AG DEVK Allgemeine Versicherungs-AG DEVK Allgemeine Lebensversicherungs-AG DEVK Rechtsschutz-Versicherungs-AG DEVK Krankenversicherungs-AG

Kontakt: Erster Analyst Dr. Christoph Schmitt Director +49 69 768076 121 Fitch Deutschland GmbH Taunusanlage 17 D-60325 Frankfurt Zweiter Analyst Dr. Stephan Kalb Senior Director +49 69 768076 118

Montag, 2. März 2015

Fitch Ratings: Volkswohl Bund Lebensversicherung (Rating vom 25.2.2015)

Fitch Ratings, London/Frankfurt, 25. Februar 2015: Fitch Ratings hat das ‘A+’-Finanzstärkerating (Insurer Financial Strength, IFS) der VOLKSWOHL BUND LEBENSVERSICHERUNG a.G. (VBL) bestätigt. Der Ausblick des Ratings bleibt stabil.

SCHLÜSSELFAKTOREN DES RATINGS
Das Rating spiegelt die starke Kapitalausstattung, die starke Marktstellung der Gesellschaft im Vertrieb mit freien Vermittlern, Maklern und Vertriebsorganisationen sowie die niedrigen Kostenquoten wider. Negativ auf das Rating wirken das anhaltend schwierige, operative Umfeld für deutsche Lebensversicherer und die aus dem ausschließlich deutschen Geschäft resultierende geringe geographische Diversifikation. Fitch erwartet, dass das Konzerneigenkapital der VBL im vergangenen Geschäftsjahr von 134 Mio. Euro auf mindestens 140 Mio. Euro zum Jahresende 2014 gestiegen ist und die freie Rücktellung für Beitragsrückerstattung (RfB incl. Schlussgewinnfonds) von 578 Mio. Euro auf über 590 Mio. Euro. Fitch erwartet, dass die gesamten Eigenmittel im Segment Leben im abgelaufenen Geschäftsjahr um mehr als 10% gewachsen sind, auch unterstützt durch die Aufnahme von 60 Mio. Euro Nachrangkapital. Voraussichtlich sind die zu verzinsenden Passiva in ähnlichem Umfang gewachsen. Fitch erwartet, dass die Eigenmittel der VBL, gemessen an den zu verzinsenden Passiva, zum Jahresende 2014 stabil bei 8,3% gelegen haben. Im Vergleich dazu schätzt Fitch, dass dieser Wert für den deutschen Lebensversicherungsmarkt von 7,4% zum Jahresende 2013 auf 7,1% zum Jahresende 2014 zurückgegangen ist. Die Kapitalausstattung war auch zum Jahresende 2014 weiter stark, sowohl auf Basis der Risiko basierten Analyse der Agentur als auch aus Sicht der aufsichtsrechtlichen Gruppensolvabilität. Fitch schätzt, dass die Gruppensolvabilität mehr als 200% zum Jahresende 2014 betragen hat (2013: 216%), sich aber mit der Einführung von Solvency II deutlich abschwächen wird. Die Bewertungsreserven haben sich mehr als verdoppelt und stiegen, angetrieben von rückläufigen Zinsen, von 0,7 Mrd. auf 1,5 Mrd. Euro an. Fitch erwartet, dass die VBL im Vorjahr eine Nettoverzinsung von 4,1% erzielt hat (2013: 4,7%), und damit höchstwahrscheinlich unter dem Durchschnitt des deutschen Lebensversicherungsmarkts verbleibt (2013: 4,7%). Fitch erwartet für den deutschen Lebensversicherungsmarkt eine gegenüber dem Vorjahr nahezu unveränderte Nettoverzinsung, weil die Versicherer wahrscheinlich auch 2014 weiter Bewertungsreserven aus den festverzinslichen Kapitalanlagen zur Finanzierung der Kosten für die Zinszusatzreserve realisiert haben. Fitch schätzt die Branchenaufwendungen für die Zinszusatzreserve im Vorjahr auf 8,5 Mrd. Euro. Kosten- und Risikoüberschüsse sind beständig stark. Fitch erwartet, dass die Kostenquoten der VBL 2014 besser als die des Marktes gewesen sind und sich dieser Trend auch fortsetzen wird. Die Verwaltungskostenquote lag 2013 bei 2,0% und die Abschlusskostenquote bei 4,8%, welche besser waren als die vom Markt erzielten von 2,3% und 5,1%. Die VBL ist Konzernobergesellschaft der VOLKSWOHL BUND-Gruppe (VBG). Sie besitzt die Rechtsform des Versicherungsvereines und ist ihr wichtigster operativer Versicherer. Im Jahr 2013 hatte der Lebensversicherer eine Bilanzsumme von 10,6 Mrd. Euro, was einem Gruppenanteil von 99% entspricht. Die Gesellschaft konzentriert ihr Geschäft auf das Individualgeschäft sowie kleine bis mittelständische Betriebe. Die VBG vereinnahmte 2013 gebuchte Bruttobeiträge in Höhe von 1,4 Mrd. Euro.

RATING SENSITIVITÄTEN
Eine Heraufstufung des Ratings ist aufgrund des aktuellen Marktumfeldes für deutsche Lebensversicherer kurz- bis mittelfristig unwahrscheinlich. Schlüsselfaktoren, die zu einer Herabstufung des Ratings führen können, sind unter anderem eine Verschlechterung der Kapitalausstattung mit einer Solvabilitätsquote von unter 170% sowie eine stark geschwächte Marktposition.

Kontakt: Erster Analyst Dr. Christoph Schmitt Director +49 (0) 69 768076 121 Fitch Deutschland GmbH Taunusanlage 17 D-60325 Frankfurt am Main Zweiter Analyst Dr. Stephan Kalb Senior Director +49 (0) 69 768076 118

Mittwoch, 11. Februar 2015

Quote der freien RfB

Die Quote der freien RfB (Rückstellungen für Beitragsrückerstattungen) ergibt sich, wenn man die freien RfB durch die Deckungsrückstellung dividiert. Somit zeigt diese Kennzahl, welcher Anteil der Rückstellungen für Beitragsrückerstattungen den Versicherungsnehmern noch nicht direkt zugeordnet ist